Die Behandlung

Grundsätzlich kann jeder Mensch in jedem Alter homöopathisch behandelt werden. Auch Patienten, die schulmedizinische Medikamente einnehmen müssen, können zusätzlich homöopathische Arzneimittel bekommen.

Um das ähnlichste Mittel für den kranken Menschen zu finden, bedarf es einer gründlichen Befragung und Beobachtung des Patienten.

Das ausführliche Gespräch bei der Neuaufnahme eines Patienten (Erstanamnese) kann sich über ein bis zwei Stunden erstrecken. Dem Behandler geht es nicht nur um die körperlichen, sondern auch um die psychischen und geistigen Symptome, sowie um die Vorlieben und Abneigungen des Patienten. Auch seine Lebensgewohnheiten, die persönlichen Eigenschaften, die Sorgen, Ängste und Träume des Patienten sind dabei von Bedeutung. Dabei wird der Homöopath oft auch nach Einzelheiten fragen, die dem Patienten bisher als unwichtig erschienen.

Die Fülle der Informationen, die im Erstgespräch erfragt wurde, wird im Anschluss an das Gespräch nachgearbeitet und analysiert. Die Hauptarbeit findet für den Homöopathen also häufig erst nach dem Gespräch statt.

Ziel dieser Analyse ist es, ein Mittel zu finden, das alle wichtigen Symptome des Patienten abdeckt.

Nach Einnahme des passenden homöopathischen Mittels ist dann auch in allen Bereichen eine Besserung zu erwarten, da das Ziel einer Konstitutionsbehandlung nicht nur die Linderung oder Befreiung von körperlichen Beschwerden ist, sondern auch eine allgemeine Verbesserung der Lebenskraft.

Aufgabe des Patienten ist es nach der Mittelgabe alle Veränderungen sorgfältig zu beobachten und aufzuschreiben. Bei der Folgekonsultation werden alle Vorkommnisse und Veränderungen zur Beurteilung der Mittelreaktion herangezogen. Die Folgesitzung findet bei einer konstitutionellen Behandlung meist nach ca. vier bis sechs Wochen statt und dauert meist zwischen 30 und 45 Minuten.

Die Erstanamnese kostet für Erwachsene 160 Euro und für Kinder 120 Euro. Die Folgetermine ca. 45 Euro. Privatkassen und Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise.

Für die Dauer der Behandlung gibt es keine festen Richtlinien. So werden Kinder meist schneller gesund als Erwachsene, die an der gleichen Krankheit leiden. Patienten, die bisher nur wenig Medikamente eingenommen haben, genesen meist rascher, als solche, die bereits seit langem an Schmerzmittel, Schlaftabletten, Cortison, Psychopharmaka oder Hormone gewöhnt sind. Auch die Dauer der Erkrankung spielt eine bedeutende Rolle, ebenso wie die familiäre Belastung mit Krankheiten.